Dienstag, 15. Mai 2012

Unkreativ

Wo ist die Muse? :(

Ich glaube meine Muse hat mich verlassen und das schon sei fast mehr als zwei Monaten.
Wenn jemand meine Muse gesehen hat bitte bei mir abgeben.

Vielleicht hat ja einer Stichpunktmäßig eine Idee für mich, während meine Muse noch gesucht wird. Ich will unbedingt wieder was schreiben. Bin scho so verzweifelt meine älteren Geschichten zu überarbeiten, zu verlängern und eventuell zu verändern.

Helft mir Q-Q

Lg kojikoji

Dienstag, 17. April 2012

Wettbewerb

Huhu, lange ist mein letzter Bloggpost her. Momentan stcke ich in einem Kreativen tief fest Q.Q


Aaaaber


hier habe ich eine neue Kurzgeschichte °Drachenspiegel° sie nimmt am Wettbewerb Drachengold Teil





Seite: Bookrix
Seiten : 16
Klappentext:
Was wenn dich etwas ruft? Du nicht weißt was es ist und was geschehen wid? Wenn das Schicksal sich mit dir amüsiert und nur einer es aufhalten kann?

Ich würde mich sehr über EURE Unterstützung, ein Kommentar, ein Herz und vorallem auch über einen Pokal freuen.

vielen dank.

Lg euer kojikoji

P.S. bei weiteren Fragen einfach an mich wenden ;)

Dienstag, 31. Januar 2012

Wieder da

Da bin isch wieder :)

So nach Vier langen Tagen der Abwesenheit bin ich auch wieder da^^
Leider habe ich in den Tagen auch ein paar Geschichten nicht mit neuen Kapiteln versorgen können, das tut mir Leid. Aber jetzt geht es wieder Regelmäßig weiter *freu*
Da bei Time Traveler nächstes mal schon das letzte Kapitel kommt, wird es an diesem Tag mit einer neuen Geschichte weiter gehen. Sie heißt °Göttergeschäfte°. Mehr werdet ihr am 04.02.2012 erfahren. Dann stelle ich hier auch eine Kurzbeschreibung rein ^-^
Ich hoffe ihr freut euch schon darauf.

Jetzt noch ein bisschen zu meinem Ausflug. Könnt ihr euch Vorstellen mit einem Rucksack weg zu fahren und mit drei weiteren Reisetaschen wieder Heim zu kommen? :D ist mir passiert. Das war eine Schlepperei sag ich euch ^-^
Aber ansonsten war es schön und das schönste war als ich wieder Daheim ankam hat mich mein geliebter Schnee begrüßt *-* Endlich. Der erste Schnee diesen Winter und so rutschig das glaubt ma kaum XD
Aber noch habe ich mich nicht lang gelegt^^ vielleicht kommt das aber auch noch

so das erste mal von mir. Bis zum nächsten mal

dat kojikoji

Freitag, 27. Januar 2012

Geburtstag

Feier:
Juhu heute ist mein Geburtstag :D
    






Also wenn ihr das hier lest dan hat das mit dem Automatischen Post geklappt XD

Tätäräää heute werde ich schon wieder ein Jahr älter, Was schon 23? Arrrg ich werde alt ^-^
Ich hoffe das ihr euch alle mit mir freut an meinem Tag *g* Ich bin gespannt wie mein Tag heute wird  ;)

Ganz Liebe Geburtstagsgrüße lasse ich euch da ^.^

Lg kojikoji

Mittwoch, 25. Januar 2012

Urlaub

Wegfahren.

Soooo für mich heißt es jetzt erst mal vom 26.01.2012 - 30.01.2012 Urlaub.
Ich fahre Tatsächlich 8-9 Stunden mit dem Zug zu meinen Eltern nur am nächsten Tag da Geburtstag zu feiern und den Tag danach zu meiner Oma 3h Zugfahrt weiter zu fahren und dann den Tag danach 11-12 Stunden wieder nach Hause zu fahren.
Dabei mag ich so lange fahrten ja gar nix Q.Q
Aber das Überstehe ich :D

Also bis später ich werde wieder kommen *g*

Lg kojikoji

Zauberfeder 23

23. Heimweh

Dies ist ein beitrag zu der Gruppe °Kurzgeschichten° DEZEMBER-Wettbewerb 2011. Es ist eine etwas traurige Geschichte diesmal

Wie lange war es nun schon her? Ein Jahr? Zwei Jahre? Drei Jahre? Nein, es waren fast fünf Jahre, die ich nun schon weg war. Weg von meinen Freunden, weg aus der Stadt und weg von meinen Verwandten. Und wieso das alles? Meine Eltern mussten ja unbedingt umziehen und mich mitnehmen.
Mein Vater musste ja eine Weiterbildung machen und das musste ja unbedingt in einem anderen Bundesland sein. Auf der anderen Seite von Deutschland. Ich musste für diesen Umzug meine Schule abbrechen, obwohl ich so nah an meinem FOR Abschluss mit Q Vermerk dran war. Ich musste dafür all meine Freunde und meine restliche Verwandschaft zurück lassen.
Meine Mutter und meinen Vater interessierten meine Probleme nicht. Kurz war mein Bruder auch hier hergezogen aber schnell wieder zurück in die Heimat.
Ich zog schon nach einem Jahr bei meinen Eltern aus, machte eine Ausbildung, die mir keine Freude brachte. Lebte völlig in den Tag hinein, ohne wirkliche Freundschaften aufzubauen. Hier in diesem Bundesland, in dieser Stadt war alles so anders als ich es aus meiner Heimat kannte. Die Menschen wirkten arroganter, keiner mochte mich und meine Art. Ich wurde immer stiller.
Mein Herz weinte und blutete. Es wollte zurück.
Mit meinen Eltern hatte ich mich noch nie gut verstanden, doch hier in dieser Stadt wurde es noch viel schlimmer. Mit jedem Tag hasste ich sie mehr und mehr. Hasste sie dafür, dass ich so litt, ja dass ich ein solches Heimweh empfand und dass es sie überhaupt nicht kümmerte. °Hätte dich deine Oma aufgenommen, hättest du ja nicht mitgemusst°, das und weiteres wurde mir immer und immer wieder gesagt. Doch meine Oma konnte mich nicht aufnehmen. Sie durfte niemanden auf so lange Zeit bei sich wohnen lassen.
Meine Eltern, die unbedingt hier her wollten, zogen nach vier Jahren jedoch erneut weg. Zehn Stunden mit dem Zug von hier, wieder an ein anderes Ende von Deutschland. Mich ließen sie hier.
Sie ließen mich nun ganz alleine. Ich war alleine und hatte großes Heimweh nach meinen Freunden und meiner Familie.

Seufzend wanderte mein Blick aus dem nächtlichen Fenster, in der Hand hielt ich einen Brief von dem Prüfungsausschuss meiner Ausbildungsschule. Es war das Ergebnis und ich war durchgefallen. Zum zweiten Mal und eine weitere Wiederholung war nicht möglich. Es hatte in Anatomie gehapert. Diese Ausbildung hat mir, abgesehen von dem ein oder anderen Handarbeitsfach, eh nie Spaß gemacht. Ich habe mich wortwörtlich durch gequält. Und nun? Nun muss ich mir eine neue Ausbildung suchen.
Ich kann nicht mal zu Freunden gehen um mich bei diesen auszuheulen. Sie wohnen alle zu weit weg und ich habe das Geld einfach nicht dafür. Was soll ich also nur machen? Traurig schaue ich runter, auf den von Lampen erhellten Park vor meinem Fenster. Ein paar wenige Leute mit Hund tauchen dort ab und zu mal auf.
Natürlich habe ich mich schon für neue Schulen beworben und es kam sogar ein Anruf für ein Vorstellungsgespräch an einem anderen Berufskolleg nah meiner Heimat. Ich würde also wieder zurückkehren können, doch würde ich dort überhaupt noch hin passen?
Ich hatte mich sehr verändert in meiner Trauer all die Jahre. In meiner Sehnsucht nach meinen Freunden und in der Wut gegenüber meinen Eltern. Ich war zynischer, sarkastischer und gleichgültiger geworden.
Heimweh und Wut konnte einen wirklich kaputt machen und ich war ein kaputter Mensch geworden.

Fast ein halbes Jahr später.
Ich spüre freudige Erregung in mir aufwallen. Mein Blick war aus dem Auto gerichtet, beobachtete die vorbei rauschende Landschaft. Keine halbe Stunde würde es mehr dauern und dann wäre ich da. Die Bestätigung für meine neue Ausbildung kam vor drei Monaten und nun saß ich hier im Bus, der mich in mein neues Heim fahren würde. An meiner Seite lag Shiva, meine Hündin von ca. 8 Monaten. Ich habe sie mir geholt um nicht so alleine zu sein und sie war mir bisher eine treue Begleiterin.
Es waren viele dagegen gewesen mir eine Hündin zu holen. So viele haben mir davon abgeraten und gemeint ich solle es lieber mit einem Hamster probieren. Mein Bruder hat Hamsterbabys bekommen, müsst ihr wissen. Doch keiner von ihnen wusste wie sehr ich mich quälte und das ein Hamster einfach nicht die nötige Ablenkung war. Nicht mal meine Häsin, Sora, hatte mich Ablenken können. Doch Shiva tat es.
Doch nun war ich wieder fast Daheim. Ich wohnte in einem Nachbarort von meinem Bruder und meiner Oma entfernt. Hier würde auch meine Schule sein. Mit 23 Jahren war eine neue Ausbildung zu beginnen sicher nicht das Wahre. Eigentlich schon fast wieder zu alt, aber ich brauchte einfach eine abgeschlossene Berufsausbildung und ich hatte die Hoffnung ,jetzt wo ich wieder da war würde ich es besser schaffen, würde nicht jede Nacht vor Depressionen, Heimweh und Trauer vergehen.

Der Bus hielt, sodass ich mit Shiva aussteigen konnte. Natürlich suchte sie sich sofort einen Baum um ihr Geschäft zu verrichten. Ich wusste genau wo ich hin musste. Meinem Bruder hatte ich es überlassen die Wohnung nach meinen Wünschen auszusuchen und zu Malern, auch die Möbel sollten schon aufgerichtet sein, nur das Einräumen würde ich selber übernehmen.
Ich setzte Fuß vor Fuß, brachte mich immer näher an meine neue Wohnung heran und da war sie auch. Ich legte meinen Kopf etwas in den Nacken. Diesmal bewohnte ich eine Zweiraumwohnung, nicht wieder eine so enge Einraumwohnung. Diese Enge war in den Jahren in welchen ich sie bewohnt hatte, bedrückend gewesen. Sie hatte meine negativen Gefühle immer mehr und mehr geschürt. „Komm Süße. Lass uns rein gehen“, lächelte ich meiner Mischlingshündin zu und betrat das Gebäude, schloss Tür für Tür auf und betrat zum Schluss meine Wohnung. Die Wände strahlten mir in einem Weiß entgegen. Überall standen noch Kartons herum. Shiva, die ich von der Leine los machte, verschwand direkt um die Gegend zu erkunden, schnüffelte überall. Ich folgte ihr da etwas langsamer und besah mir die Räume, mein Bett war schon aufgebaut, genauso wie mein Kleiderschrank und mein Computer. Ich musste meinem Bruder wohl danken.
Lächelnd betrat ich den Balkon und ließ mir die Luft um die Nase wehen. Schon bald würde die nächste Ausbildung anfangen, doch diesmal war ich mir sicher das ich es schaffen konnte.
Diesmal würde ich nicht mit Heimweh und Trauer zu kämpfen haben.
Ich konnte meine Oma, meinen Bruder samt Frau und zwei Kindern, meine Freunde besuchen. Ich konnte sie alle viel schneller und kostengünstiger erreichen als früher. Meine Eltern wussten nicht wo ich wohnte. Sie sollten es auch nicht wissen. Schließlich haben sie mir den ganzen Kummer beschert.
Sie haben mich zu dem gemacht was ich nun war..
Eine Person mit zu geringem Selbstbewusstsein und einer großen Klappe, mit dem Hang mich unbeliebt zu machen, egal was ich sagte. Wirklich. Seid ich dort gelebt hatte konnte ich machen was ich wollte, man mochte mich nicht. Ob es nun an mir, meinem Charakter oder dem Bundesland lag, wusste ich nicht, doch früher hatte ich solche Probleme nie gehabt.
Ein Klingeln an der Tür ließ mich von meinen Gedanken aufschrecken.
Es klingelte nochmal. Ich hatte mich also nicht getäuscht? Es hatte schon so lange außer dem Postboten niemand mehr an meiner Tür geklingelt. Diesmal war es kein Postbote, es war mein Ex-Freund der mit beim Aufbauen meiner Küche helfen wollte.
Ich war ihm so dankbar, denn ihn hatte ich damals nach meinem Umzug verloren gehabt. Die Beziehung war in die Brüche gegangen und wir waren nur noch Freunde geblieben die ab und zu chatteten.
Zusammen machten wir uns daran besagte Schränke aufzubauen, alles an seinen neuen Platz zu rücken während Shiva es sich auf ihrer Decke bequem machte. Ich hatte sie im Wohnzimmer extra noch ausgebreitet bevor ich mich an die Arbeit gemacht hatte.
Es wurde spät als mein Ex-Freund wieder ging. Ich jedoch war glücklich. Ich ignorierte die leisen Zweifel, die sich trotz meiner Heimkehr immer noch in mir ausbreiteten. Sie ließen sich nicht so leicht zurückdrängen. Sie nagten heftig und hartnäckig an mir.
Es würde wohl Zeit benötigen bis ich wieder ich selber war. Bis ich nicht mehr mit den Folgen dieses Umzugs, der Abwesenheit von fünf Jahren zu nagen hatte.
Jetzt würde ganz sicher alles wieder besser werden. Und nie wieder würde ich mich einem solchen Gefühl wie Heimweh auf so lange Zeit aussetzen.
Zufrieden kuschelte ich mich in mein Kissen und schloss die Augen.
-------------------
ich hoffe es hat euch gefallen
die nächste wird wieder glücklicher werden :D

Freitag, 13. Januar 2012

Zauberfeder 22

22. Puppenaufstand

Dies ist ein Beitrag zum Schreibwettbewerb Märchen unterm Regenbogen.

Maria war ein Mädchen mit blonden Zöpfen und blauen Augen. Immer war sie in ein hübsches Kleidchen gesteckt und immer sauber. Sie hatte alles was sie wollte. Jedes Spielzeug was sie sich wünschte bekam sie auch und wenn sie es mal nicht bekam dann fing sie an zu schreien und sich auf den Boden zu werfen.
War es nun Daheim, in einem Spielzeuggeschäft oder in irgend einem Supermarkt. Mutti sagte dann immer °Maria hör auf dich wie eine verwöhnte Prinzessin zu benehmen°. Doch das Spielzeug oder was es auch immer war bekam sie trotzdem. Mutti war oft etwas verzweifelt und kaufte es ihr dann um sie zu beruhigen.
Maria wusste das natürlich und lächelte hinter Muttis Rücken dann auch immer sehr zufrieden. Auch heute hatte sie eine hübsche Puppe geschenkt bekommen. Die Puppe war genauso blond wie Maria und hatte ebenfalls blaue Augen. Die Puppenhaare waren gelockt Maria war ein Mädchen mit blonden Zöpfen und blauen Augen. Immer war sie in ein hübsches Kleidchen gesteckt und immer sauber. Sie hatte alles was sie wollte. Jedes Spielzeug was sie sich wünschte, bekam sie auch und wenn sie es mal nicht bekam, dann fing sie an zu schreien und sich auf den Boden zu werfen.
War es nun Daheim, in einem Spielzeuggeschäft oder in irgendeinem Supermarkt. Mutti sagte dann immer °Maria hör auf, dich wie eine verwöhnte Prinzessin zu benehmen°  Doch das Spielzeug oder was es auch immer war, bekam sie trotzdem. Mutti war oft etwas verzweifelt und kaufte es ihr dann um sie zu beruhigen.
Maria wusste das natürlich und lächelte hinter Muttis Rücken dann auch immer sehr zufrieden. Auch heute hatte sie eine hübsche Puppe geschenkt bekommen. Die Puppe war genauso blond wie Maria und hatte ebenfalls blaue Augen. Die Puppenhaare waren gelockt und unter einem Häubchen verdeckt. Das Kleid war eher aus der mittelalterlichen Mode. Eine wahres Prinzessinpüppchen.
Als Maria Daheim angekommen war, wurde sie von Mutti ins Kinderzimmer geschickt, wo sie leise und für sich spielen sollte. Mutti würde in der Zeit das Essen kochen, es sollte eine Gemüsesuppe geben. Sofort hatte Maria protestiert „Ich mag keine Suppen. Mach Nudeln!“ Mutti hatte noch versucht ihr zu erklären, dass es trotzdem eine Suppe geben würde, doch Maria verschwand beleidigt in ihrem Zimmer, schmiss ihre blonde, neue Puppe in eine Ecke und setzte sich an ihren Schreibtisch.
Sie zog sich ihr Malheft heran und griff nach einem Buntstift, sah sich gar nicht in ihrem Zimmer um. Das Zimmer war ziemlich unaufgeräumt. Viele Puppen und Kuscheltiere lagen auf dem Bett, unter dem Bett, in den Ecken und halb in den Schränken. Bei vielen Puppen waren die Röcke nicht wo sie hin gehörten, eine andere Puppe hatte ein Buch auf ihrem Kopf liegen.
Mutti hatte Maria gemahnt aufzuräumen und ihre Puppen ordentlich in die Regale zu setzen oder zu stellen, doch Maria wollte nicht. Sie hatte es einfach ignoriert und eine der Puppen zusätzlich noch in einer Ecke zwischen Bett und Wand geschmissen.

Ein leises raschelndes Geräusch erweckte Marias Aufmerksamkeit, ließ sie sich auf dem Stuhl umdrehen. Das Geräusch kam von der Ecke, wo sie kurz zuvor noch ihre neue Puppe hingeschmissen hatte. Eben diese stand auf den Beinen und blickte in ihre Richtung. Maria war verwirrt und erhob sich. „Wieso hast du mich in die Ecke geschmissen?“, fragte die neue Puppe, die Maria draußen noch Lisa getauft hatte. Die Lippen von Lisa bewegten sich sogar leicht und mit einer Hand strich sie sich ihr Kleid glatt.
„Du bist eine Puppe, du kannst nicht reden“, maulte Maria jedoch sofort und verschränkte ihre Arme, sah trotzig zu Lisa rüber. Lisa legte ihren Kopf leicht schief, antwortete aber „Ich bin eine Puppe, ja. Aber das heißt nicht das du mich so böse behandeln musst. Wir Puppen haben auch Gefühle.“
„Genau. Wir haben auch Gefühle“, ertönte es mit einem mal vom Bett, wo Maria erstaunt hinsah. Die Puppe die zwischen Wand und Bett gelegen hatte, stemmte sich gerade hoch und sah traurig zu ihrer Besitzerin rüber.
„Wieso behandelst du uns so grausam?“, ertönte es aus einer anderen Ecke des Zimmers, wo sich eine weitere schwarzhaarige Puppe gerade das Buch vom Kopf herunter schob und sich aufsetzte.
„Wir sind doch deine Freundinnen“, protestierte die Puppe mit dem verrutschten Rock, setzte sich ebenfalls auf und strich den Stoff in ihrem Schoss glatt.
„Ihr seid alles nur Puppen, die da sind, damit ich mit euch spielen und machen kann was ich will“, jammerte Maria und war etwas zurückgewichen. Puppen konnten doch gar nicht sprechen. Wieso konnten diese das? Und wieso bewegten sie sich? „Wie macht ihr das?“, fragte Maria deswegen auch trotzig da sie nicht zugeben wollte, dass sie das alles etwas unheimlich fand.
„Das sagen wir dir nicht. Du magst uns ja eh nicht“, antwortete Lisa und kletterte zu der Puppe aufs Bett hoch. Doch nicht nur Lisa kletterte nach oben. Auch die beiden anderen Puppen vom Boden machten sich auf den Weg und nach und nach folgten diesen auch zwanzig weitere Puppen. Es waren alle die Maria besaß und irgendwo hingeschmissen hatte.
„Was macht ihr da?“, fragte Maria auch sofort als sie sah wie sich zwei Puppen daran machten das Fenster zu öffnen. „Wir werden gehen. Da du uns nicht mit dem nötigen Respekt behandelst, haben wir hier nichts mehr zu suchen“, erklärte Lisa und betrachtete Maria eingehend. „Ihr dürfte aber nicht gehen. Mama hat euch gekauft. Ihr gehört alle mir“, protestierte Maria und stampfte mit dem Fuß auf dem Boden auf.
„Das ist uns klar, aber wir Puppen wollen freundlich und liebevoll behandelt werden und das alles bist und  tust du nicht. Wir sind enttäuscht von dir, Maria“, sprach Lisa deutlich, versetzte dem blonden Mädchen damit einen Stich ins Herz,
Das Fenster war bereits offen und die Puppen kletterten eine nach den anderen raus. „Bleibt hier. Ihr dürft nicht gehen“, versuchte sie es erneut ohne auf Lisas Vorwurf einzugehen. Sie war verwirrt. Wieso wollten ihre Puppen nur weg? Sie gehörten doch ihr.
„Du verstehst uns nicht oder?“, fragte Lisa plötzlich, als nur noch sie und drei weitere Puppen auf dem Bett waren. „Nein. Ihr müsst hier bleiben“, kam es hilflos von Maria, die unsicher zum Bett herantrat. Lisa aber schüttelte nur den Kopf, traurig, scheinbar auch enttäuscht. „Wir bleiben nicht bei ungezogenen Mädchen. Wir suchen uns ein liebes kleines Kind, welches uns mag und freundlich mit uns spielt“, seufzte Lisa und die drei übrigen Puppen hinter ihr krabbelten nun ebenfalls aus dem Fenster.
Maria traten die Tränen in die Augen, schniefte und warf sich plötzlich auf den Boden, weinte, dass sie nicht gehen dürften, weinte, dass sie alle bleiben sollten. Lisa aber sah nur stumm auf das tobende Kind herunter.
„Hör auf dich so unartig zu benehmen Maria. Das ist auch ein Grund warum wir nicht bleiben wollen. Du machst uns Kummer, du machst deiner Mama Kummer, du machst jedem Kummer. Lerne dich besser zu benehmen und wir kommen vielleicht zurück“, damit drehte sich Lisa um und kletterte auf den Fenstersims hoch.
Maria war erstaunt, dass Lisa nicht auf ihr Toben reagierte, wie es die Mutti immer tat. Machte sie wirklich etwas falsch? „Auf Wiedersehen, Maria. Ich hoffe du wirst dich bessern“, und damit war Lisa aus dem Fenster raus verschwunden. Hastig lief Maria zum Bett, auf welches sie kletterte, nur um dann aus dem Fenster raus zu schauen. Doch die Puppen waren nicht mehr zu sehen.
Sie waren alle weg, verschwunden. Keine Puppe war mehr in ihrem Zimmer, nicht eine einzige. Nicht einmal ihre erste Puppe Karin war noch da. Ihr kamen die Tränen. Sie hatte alle verloren.
Weinend sank sie auf ihr Bett zurück, tobte aber diesmal nicht. Was sollte sie jetzt nur tun? Mutti... sie musste es der Mutti erzählen. Diese würde alles wieder in Ordnung bringen. Also rappelte sie sich mit rotgeweinten Augen auf und verließ rennend ihr Zimmer, betrat die Küche wo Mutti ja kochen wollte.
Mutti stand mit dem Rücken zu ihr, rührte im Kochtopf herum und summte leise etwas vor sich hin. „Mama. Meine Puppen. Sie sind alle weg“, klagte sie der Mutti auch schon ihr Leid. Mutti aber drehte sich nicht zu ihr um, rührte einfach summend weiter, sodass Maria zu ihr rüberging, nach ihrem Arm griff und versuchte ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Endlich unterbrach Mutti das kochen und sah zu ihr runter. „Mama, meine Puppen“, wimmerte Maria und sah mit großen Augen nach oben. „Es gibt Gemüsesuppe Maria. Sie wird dir schmecken“, lächelte Mutti und hatte einen Teller mit der Suppe in der Hand, sodass Maria zurück wich. „Ich mag das nicht essen. Ich mag Nudeln haben“, schüttelte Maria den Kopf und wich zurück. Mutti stellte somit den Teller auf den Tisch und wich zur Haustür zurück. „Maria du bist ein wirklich unartiges Kind. Mama gibt sich solch Mühe und du bist immer so böse. Mama macht das nicht mehr mit. Mama geht jetzt und kommt erst wieder wenn du ein liebes Mädchen geworden bist“, und damit drehte sich Mutti um und verließ das Haus.
„Mama? Mama geh nicht, ich will auch artig sein. Mama“, weinte Maria schluchzend auf und sank auf den Boden, wand sich dort, doch Mutti kam nicht zurück, genauso wenig wie ihre Puppen. Das wollte sie doch nicht, sie wollte doch niemanden verscheuchen.

Ganz plötzlich schlug Maria die Augen auf und hob ihren Kopf an. Sie saß am Schreibtisch über ihr gemaltes Bild gebeugt und blinzelte verwirrt. War das alles nur ein Traum? Aber er war so echt gewesen. „Lisa, Karin“, keuchte Maria auf und schon stand sie auf den Beinen, atmete erleichtert aus und schnappte sich Lisa vom Boden und Karin die halb aus dem Schrank hing, drückte beide Puppen an sich ran. „Ich dachte ihr seid weg und habt mich alleine gelassen“, murmelte sie glücklich strahlend und ließ sich auf dem Bett nieder, drückte und herzte ihre beiden Puppen.
Nur wenig später saßen und standen alle ihre Puppen ordentlich in den Regalen. Lisa und Karin hatten einen Extraplatz auf dem Bett oben am Kopfkissen.
„Maria ,komm Essen“, rief Mutti auch schon und sofort lief diese auch in die Küche, setzte sich an den Tisch und sah ihre Mutti strahlend an. Diese runzelte leicht die Stirn, stellte ihr dann aber den Teller mit Suppe vor die Nase und rechnete schon ,dass Maria jeden Moment protestierte oder den Teller umschmiss. Doch zu ihrem Erstaunen fing Maria sofort an zu essen und lobte die Mutti dann sogar wie sehr es ihr schmeckte. „Ist alles in Ordnung. Maria?“, fragte Mutti dann doch wirklich nach.
„Ja. Alles in Ordnung“, lächelte diese und leicht nickte Mutti. „Nach dem Essen räumst du bitte dein Zimmer auf, vor allem deine Puppen“, wies Mutti ihre Tochter an. „Ich hab die Puppen schon ins Regal gesetzt“, antwortete Maria sehr stolz auf sich selber und sah in Muttis verblüfftes Gesicht. „Wirklich?“, fragte sie und bekam ein Nicken, sodass sie ihre Tochter lieb anlächelte und liebevoll lächelnd meinte „Das hast du gut gemacht, Maria“.
Diese strahlte über das Lob, sparte Mutti damit doch immer ziemlich.

Samstag, 31. Dezember 2011

Zauberfeder 21

Weihnachtsglück

Draußen war alles still. Es regte sich nichts, außer einer Gestalt welche durch das Schneetreiben lief. Ja, er rannte förmlich, um sich vor dem Unwetter in Sicherheit zu bringen. Über seiner Schulter hatte er eine Sporttasche. Er kam jedoch nicht vom Sport, nein es war schlimmer. Er, Jeff, wurde am heutigen Tag aus dem Gefängnis entlassen. Wegen guter Führung sogar etwas früher als erwartet.
Jeff selbst war ein 1.80m großer Mann mit grünen Augen und schwarzem, etwas zotteligen Haar. Sein Gesicht zierte einen unsauberen Bart um denn er sich nicht hatte gekümmert als er das Gefängnis verließ. Er sah vom körperlichen auch nicht aus wie Popeye, aber auch nicht wie ein Spargeltarzan.
Er sah nun mal aus wie er aussah, auch wenn die Zeichen der Gefangenschaft ihre Spuren hinterlassen hatten.
Kurz blinzelte er unter seiner Mütze hervor, musste sich orientieren, da es lange her war, seit er in dieser Gegend gewesen war.
°Meow°. Dieses Geräusch ließ den gerade weiter laufen wollenden Jeff inne halten. Es erklang erneut und hörte sich sehr jämmerlich und leidend an. Hastig sah sich Jeff suchend um und erblickte an einer Hauswand gelehnt einen Karton stehen. Langsam, um nicht auf dem glatten Weg auszurutschen trat Jeff näher heran und sah erstaunt zwei eng aneinander gekuschelte Kätzchen. „Wie grausam und das bei diesem Wetter“, murmelte Jeff kopfschüttelnd und hockte sich vor den Karton, streckte die Hand nach den beiden zitternden Kätzchen aus, streichelte kurz über das kühle Fell und hatte auch deren Aufmerksamkeit.
Zittrig schleckte eines der Kätzchen über seine Finger, sah Jeff mitleiderregend an und maunzte erneut kläglich. „Schau mich doch nicht so an. Ich kann euch doch nicht mitnehmen. Ich habe doch gar nicht genügend Mittel um euch zu versorgen“, murmelte Jeff, doch schon ertönte ein weiteres Maunzen. Jeff fiel es ziemlich schwer die beiden Kleinen so zu sehen, hob den Blick an und schaute sich suchend um. Es war schon ziemlich dunkel und die Läden würden sicher auch gleich schließen.
Mit klammen Fingern zog Jeff sein Portemonnaie aus der Tasche und schaute auf den einzigen Zehn Euroschein den er noch drin hatte. Leicht gequält verzog er das Gesicht und sah wieder zu den Kätzchen runter. „Wartet hier ihr Beiden. Ich bin gleich wieder da“, nuschelte Jeff, erhob sich und rannte über die Straße zu einem Markt welcher auch gerade schließen wollte.
Er hatte Glück, die Verkäuferin ließ ihn noch rein, sodass er hastig etwas Katzenfutter und ein wenig Essen für sich selbst besorgen konnte. Mit der Plastiktüte in der Hand kam er wieder raus, verstaute den Einkauf in seiner Sporttasche und rannte zu den Kätzchen im Karton zurück. Ohne weitere Diskussionen hob er die beiden heraus, hatte vorher die Jacke etwas geöffnet und steckte sie darunter. Mit einer Hand hielt er die beiden an ihrem Platz, während er mit der anderen die Jacke etwas schloss, seine Tasche griff und weiter rannte.

Es dauerte noch gut zwanzig Minuten bis er Daheim war. Den ganzen Weg über hatte er die Kätzchen unter seiner Jacke deutlich gespürt, schloss leise die Tür zu einem Häuschen auf. Er hatte Glück, dass ein alter Freund ihm angeboten hatte vorübergehend bei ihm zu wohnen. Jeff hätte sonst wirklich nicht gewusst wohin, da seine alte Wohnung gekündigt worden war.
Die Kündigung hatte sein alter Freund Thomas ebenfalls übernommen gehabt. Die Begründung war, dass er ja schlecht vom Gefängnis aus die ganzen Rechnungen wie Stromrechnung, Miete und der gleichen zahlen konnte. Es wäre unsinnig gewesen. Thomas stand schon immer zu ihm, auch als er damals als Bankräuber eine kleine Bank überfallen hatte.
Jeff bereute es sehr, doch er konnte es nicht ändern. Da er auch jemanden angeschossen hatte war er nicht mit irgendeinem milden Gerichtsurteil davon gekommen, nein er musste direkt in den Knast, doch nun war er wieder raus und hatte sogar zwei kleine Anhängsel mitgebracht.
Eben diese ließ er in dem Zimmer, welches Thomas ihm zur Verfügung gestellt hatte, runter auf den Boden, schloss hastig die Tür. Es war ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch mit Stuhl und ein Bücherregal vorhanden. Thomas war noch nicht Zuhause. Er hatte schon angekündigt, dass er lange arbeiten musste, ihn somit nicht abholen und begrüßen konnte. Doch das machte nichts.
Thomas hatte ihm trotzdem ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht, indem er ihm vorübergehend ein Zuhause geschenkt hatte. Jeff hatte den Entlassungstermin nämlich direkt auf dem ersten Weihnachtstag bekommen.
Leicht schüttelte Jeff den Kopf, verschwand kurz aus dem Zimmer und suchte etwas woraus er ein Körbchen für die Katzenbabys machen konnte. Mit einem Karton und zwei Handtüchern kehrte er zurück, drapierte alles, nur um die Kätzchen dann darein zu legen. Diese bibberten immer noch ziemlich, sodass Jeff die Heizung etwas aufdrehte, sich selbst dann endlich seiner nassen Sachen entledigte.
Sein Magen meldete sich in diesem Moment ebenfalls, sodass er in die Küche entschwand um etwas zu Essen zu kochen und gleich auch das Katzenfutter fertig zu machen. Er hoffte nur, dass die Kleinen es auch fraßen. Er hatte ehrlich gesagt keine Ahnung von Katzen und erst recht nicht von Katzenbabys.
Während dem Kochen bekam er gar nicht mit wie die Tür aufging und ein etwas jüngerer Mann im Rahmen stehen blieb, ihn beobachtete. Erst beim Umdrehen bekam er es mit und erschrak sich direkt zu Tode. „Thomas. Warum machst du dich nicht bemerkbar?“, keuchte Jeff, trat zu seinem jüngeren Freund ran und zog diesen in eine Umarmung welche erwidert wurde. „Ich war gebannt von deinem Anblick in meiner Küche“, grinste Thomas schalkhaft, löste sich und trat zum Herd rüber, wohl um zu sehen was es gab.
Dann aber wanderte sein Blick zu den Schälchen mit dem Katzenfutter. „Das willst du aber nicht essen, oder?“, fragte Thomas, drehte sich um und sah den Älteren fragend an. „Nein. Das ist nicht für mich“, gab Jeff verlegen zu, schluckte einmal und überlegte wie er es Thomas verkaufen sollte. „Du hast mir hier aber keine Tiere angeschleppt oder?“, fragte Thomas und zog galant eine Augenbraue hoch.
Erneut schluckte Jeff und kratzte sich völlig verlegen am stoppeligen Kinnbart. Thomas beobachtete ihn noch eine Weile schweigend bis er den Kopf schüttelte und fragte „Du weißt doch sicher noch das ich ungern Tiere in meinem Haus habe? Was ist es? Ein Hund? Ein Vogel? Eine Katze?“.
„Zwei Katzenbabys“, gab Jeff kleinlaut von sich und natürlich wusste er das, aber den Augen der Kleinen hatte er einfach nicht widerstehen können. „Katzenbabys. Wo hast du die den aufgetrieben?“, fragte Thomas und drehte sich zum Kühlschrank um, holte eine Milchtüte raus und goss davon etwas in einen Milchtopf, wohl um sie zu erhitzen.
„Sie lagen am Neumarkt in einem Karton. Sie waren schon halberfroren, ich konnte sie schlecht da liegen lassen“, erklärte Jeff die Umstände und wunderte sich mal wieder, dass Thomas, der zwei Jahre jünger als er war, viel erwachsener wirkte. Fast als sei dieser der Ältere von ihnen beiden.
„Du hast ein viel zu großes Tierherz, Jeff. Aber Katzenbabys bekommen erst mal Milch bis wir wissen wie alt sie wirklich sind. Am besten gehst du nach Weihnachten zum Tierarzt und lässt sie durchchecken“, lachte Thomas und füllte die Milch in eine etwas größere Schale, reichte diese an den anderen weiter. „Danke Thomas“, grinste dieser verlegen und wollte schon abhauen, doch hielt er noch mal inne. „Ich kann mir doch gar keinen Tierarzt leisten“, seufzte er und sah über die Schulter zu Thomas.
„Dann sieh es als Weihnachtsgeschenk von mir und jetzt geh. Lass die Beiden nicht verhungern“, damit scheuchte Thomas ihn aus der Küche. „Danke“, strahlte Jeff noch und lief in sein Zimmer, stellte die Milchschale zu den Kätzchen, animierte diese zum Trinken.
Er hatte wirklich einen echt guten Freund, dass wusste Jeff zwar schon immer, aber hier kristallisierte es sich mal wieder heraus. Er und Thomas hatten schon in der Schulzeit viel zusammen gehangen, hatten alles miteinander geteilt. Geheimnisse, Spiele, Spaß, Feiertage und mehr. Selbst jetzt noch schien sich kaum etwas verändert zu haben. Thomas war wirklich ein ordentlicher, schlauer, gutmütiger und geradliniger Mensch, während er meist nur Scheiße baute, in der Schule zweimal sitzen geblieben war und von einem Unglück ins Nächste lief. Sie waren wirklich schon immer ein buntes Chaotenpaar gewesen.
Zufrieden lächelnd sah Jeff, auf dem Boden sitzend den Kätzchen beim Trinken zu, ihnen schien auch nicht mehr kalt zu sein. Dann aber wanderte sein Blick aus dem Fenster wo er dichte Schneeflocken sah. „Fröhliches Weihnachten“, murmelte Jeff mit einem verträumten Lächeln. „Ja genau. Frohe Weihnachten, auch dir Jeff“, erklang Thomas Stimme hinter ihm und auch ohne sich umzudrehen wusste Jeff, dass Thomas ihn anlächelte, sich freute, dass er endlich wieder da war. Er hatte Thomas wirklich vermisst.

------------------
wie hat euch diese kleine weihnachtsgeschichte gefallen?

Guten Rutsch ins Neue Jahr wünsche ich euch allen :D
lg dat kojikoji

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Kurz vor Neujahr

So kurz vor Neujahr ist es jetzt,
ich hoffe ihr habt alle Weihnachten überlebt und seid durch das Essen nicht alle am Rumkugeln ;)

Wie ihr Sicher schon bemerkt habt gibt es bei mir wieder eine neue Harry Potter Fanfiktion
5 cm heißt sie
vielleicht haben sie einige von euch schon entdeckt ;)

ach ja und ich wollte euch noch um einen kleinen gefallen bitten

ich nehme auf http://www.bookrix.de/_title-de-kojikoji-weihnachtliche-hundemission
an einem Wettbewerb Teil. Der link da oben *hochdeut* bringt euch direkt zu meiner Kurzgeschichte.
Es wäre ganz lieb wenn ihr mir da einen Pokal geben könntet ;) Der Wettbewerb endet am 2ten Januar

Ich denke. Sollten wir dann gewinnen werde ich wohl bei meinen Geschichten Extrakapitel springen lassen XD (so glücklich wie ich dann sein werden würde) *g*

also ich wünsche euch noch einen guten Rutsch ins Neuejahr, aber Rutscht ja nicht zu weit.

Glg euer kojikoji

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten

Weihnachten
Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten
ich hoffe ihr hattet einen besinnlichen Tag und habt mit euren Lieben gefeiert


und als kleiner Bonus gibt es eine Weihnachtliche Geschichte. Zumindest  Weihnachtlich für einen Hund ;)
wie ein Hund seinem Menschen ein schönes Weihnachtsgeschenk bereitet

Es ist aus der Sicht des besagten Hundes geschrieben
viel Spaß damit
dat kojikoji





Weihnachtliche Hundemission

Wie feiert mein Mensch Weihnachten? Und wie findet er dabei sein Glück?
Das wüsstet ihr wohl gerne. Ich will es euch auch erzählen, doch zuerst ein paar wichtige Informationen zu meiner Person. Mein ehrenwerter Name ist Johannes von Lichtenstein. Ich bin ein reinrassiger Husky. Mein Mensch holte mich zu sich, da war ich drei Monate alt. Nun bin ich schon acht Hundemonate alt.
Also im besten Alter.
Meine Mutter, die mich Johannes von Lichtenstein nannte, habe ich schon lange nicht mehr gesehen, ebenso wenig meine fünf anderen Geschwister, doch mein Mensch, der nannte mich von Anfang an Wolfi. Also dürft ihr mich auch gerne Wolfi nennen.
Aber kommen wir zurück zu meinem Menschen. Mein Mensch heißt Andreas Schiller und ist schon ganze 26 Menschenjahre alt. Ein wirklich nettes Alter. Nicht zu jung um mir an den Ohren zu ziehen und nicht zu alt um noch mit mir über die Wiesen zu jagen. Andreas hat im Gegensatz zu meinem weißen Fell, schwarzes, aber auch nur auf dem Kopf, doch das ist ja nicht schlimm. Es wird ihm bestimmt auch noch am restlichen Körper wachsen. Bis dahin zieht er sich ja jeden Tag diese Stoffe über, um nicht nackt herumzulaufen und zu frieren.
Die Augen von Andres sind, wie ich beim Abschlecken seiner Schnauze bemerkt habe, grün. Ja wir Hunde können Farben erkennen, nicht wie die meisten Menschen immer behaupten, wir könnten nur schwarz-weiß sehen. Das ist Unsinn.
Also wirklich.
Andres ist nicht so groß wie andere männliche Menschen, selbst die Weibchen übertreffen ihn in der Körpergröße oft. Er sagte einmal, er sei mit 164cm Körpergröße viel zu klein, vielleicht trägt er deswegen auch immer diese Schuhe mit der hohen Sohle. Will wohl größer wirken. Mich persönlich stört es ja nicht, aber na ja. Mein Mensch ist da etwas eigen und wird oft böse, wenn sein menschlicher Kumpel Sam ihn damit aufzieht.
Und mein Mensch Andreas hat noch ein ganz großes Geheimnis. Er hat mir früher immer erklärt, ich dürfe es keinem weiter sagen, aber wer würde einem Husky wie mir schon zuhören? Die Menschen sind ja leider so dumm und verstehen die Hundesprache nicht, wirklich schlimm.
Ein leises Jaulen dringt über meine Lefzen als ich mir meine Pfote über die Nase lege.
„Was ist denn Wolfi? Musst du mal raus?“, fragte Andreas mich, da er es wohl mit bekommen hatte. Rausgehen? Ja das wäre eigentlich keine schlechte Idee. Also sprang ich sofort auf, was Andreas zum Anlass nahm und sich Schuhe und Jacke überwarf. Noch ein Stück Stoff für den Kopf und eines, dass er sich um den Hals schlang und los ging es. Ich muss sagen, ich liebe es wenn draußen Schnee liegt. Es ist mein erster Schnee den ich in meinem bisher kurzen Hundeleben gesehen habe.
Während wir draußen herum laufen ließ ich meinen Blick wandern. Andreas hatte mir mal erzählt dass das immer näher kommende Weihnachten beinhaltete, dass man seinen Freunden und seiner Familie etwas schenkt, eine Freude macht. Etwas Besonderes halt. Ich habe mir also zum Ziel gesetzt für meinen Menschen einen Partner zu finden. Andreas ist des Nachts immer einsam, so dass ich mich zu ihm ins Bett lege und ihn tröste. Eine ziemlich harte Arbeit, doch tue ich es ja gerne für ihn.
Mein Blick wandert über die verschiedensten Menschen. Große, Kleine, Dicke, Dünne, Menschen mit buntem Fell, Menschen auf ihren dünnen Fortbewegungsmitteln, die sie Fahrrad nennen. Davon gab es im Winter jedoch nur wenige. Dann sah ich noch Menschen die ihre Kinder auf solchen Holzgefährten hinter sich her zogen. Manch andere trugen Tüten mit lecker duftenden Inhalt mit sich herum.
Das waren dann wohl die berüchtigten Zutaten für das Festessen. Andreas und ich würden ja Weihnachten mit Sam und ein paar von Andreas Freunden feiern.
Apropos Festessen. Meine Mutter sagte uns Welpen früher immer, passt gut auf euren neuen Menschen auf, sie sind manchmal sehr vergesslich. Andreas wollte ja noch etwas zu Essen besorgen, hatte dieser es wohl vergessen? Ich schlug also den Weg zu dem Markt ein wo Andreas immer einkaufen ging.
„Oh ja, stimmt Wolfi. Wir müssen uns ja noch über das Wochenende mit Leckereien eindecken“, stimmte mir Andreas auch sofort zu und wieder mal war ich stolz auf mich, bellte einmal zustimmend. „Gut. dann wartest du hier draußen. Ich bin gleich wieder da“, damit band mich Andreas mit der Leine an einer dünnen Säule fest. Ich habe nie verstanden warum ich nicht mit rein darf, aber ich habe es akzeptiert und warte artig auf meinen Menschen. Dabei lasse ich jedoch meinen Blick schweifen.
Ich muss ja das passende Menschlein für Andreas finden. Irgendwie aber scheinen die alle etwas komisch zu sein und ich will mich ja dann mit dem zweiten Menschen im Haus auch wohl fühlen.
„Na Kleiner? Musst du draußen warten?“, fragte mich plötzlich eine Stimme, sodass ich rechts neben mir hoch sah. Es war ein Mann mit hellem Fell und braunen Augen, wo über dem rechten davon eine ziemlich deutliche Narbe zu sehen war. Zumindest so weit ich das hier sehen konnte. Er lächelte mich lieb an, sodass meine Rute automatisch zu wedeln anfing.
Ja ich liebte es nett behandelt zu werden. „Du bist ein guter Junge, hm?“, fragte mich der Mensch und hockte sich zu mir runter. Ich gewährte ihm die Ehre mir über den Kopf zu streicheln, schloss dabei leicht genießend die Augen. „Jetzt muss ich aber auch schon wieder los. Tschüss Großer“, lächelte mich der Mensch warm an und erhob sich auch schon wieder.
Hey, stopp mal. Einmal bellte ich ihm nach, doch er winkte mir nur zu. Mist dabei wäre dieser Mensch doch sicher passend gewesen. Er sah für ein Menschlein recht ansehnlich aus, war nett und mochte Hunde und der Hauptpunkt er konnte auch gut streicheln. So ein Mist. Da bog er gerade um die Ecke und war weg. Mit ihm verschwand auch der angenehme Zimtgeruch, welchen ich bis eben noch wahrgenommen hatte.
Da musste ich wohl weitersuchen, denn Andreas war auch noch nicht wieder draußen. Aber mir fielen keine weiteren interessanten Menschen auf, sodass ich mich gefrustet in ein Eckchen legte wo kein Schnee lag.
Irgendwann kehrte auch Andreas wieder, nahm die Leine und zusammen kehrten wir zurück. Andreas hatte ganze zwei schwere Tüten eingekauft. Ich würde ja helfen aber die waren mir dann doch zu schwer.

Daheim angekommen verschwand ich erst mal zu meinem Wassernapf, während Andreas den Einkauf ausräumte. „Was hältst du von Plätzchen backen, Wolfi? Übermorgen ist ja schon Weihnachten“, fragte Andreas mich. sodass ich den Kopf leicht schief legte, saß neben meinem Napf und beobachtete ihn. Ich hatte also noch zwei Tage Zeit, na ja eigentlich nur einen. Ich musste mich also beeilen.
Aber hier in der Wohnung würde ich gewiss keinen Partner für Andreas finden. Dafür musste ich wieder raus, aber jetzt würde er mit mir wohl nicht noch mal rausgehen. „Oh Mist. Ich habe die Eier vergessen. Ohne kann ich doch nicht backen. Wolfi? Kommst du noch mal mit?“, fragte Andreas leicht fluchend und schwupps war ich wieder an der Tür. Was für eine Frage.
Natürlich kam ich wieder mit. Ich musste doch gut auf mein Menschlein achten. Ein von Lichtenstein war schließlich ein guter und treuer Freund.
Ein wahrer Beschützer.
Wenige Minuten später waren wir wieder in der weißen Landschaft draußen. Mein Blick huschte wieder mal von einem Menschen zum nächsten, doch seit ich diesen Zimtmann getroffen hatte, fand ich die anderen alle irgendwie nicht passend. Was hatte dieser Zimtmann nur an sich gehabt?
Ohne diesen noch mal wieder zu treffen, hatte Andreas die Eier besorgt und wir waren wieder daheim.
Ich hatte mich direkt in mein Körbchen verzogen um in Ruhe nachzudenken. Es musste doch eine Möglichkeit bestehen für Andreas einen tollen Partner zu finden.

Am Abend roch es in der Wohnung lecker nach dem Backwerk. Zusammen mit Andreas lag ich auf dem Sofa, den Kopf in dessen Schoss gebetet und die Augen geschlossen. Es war schon spät und die Flimmerkiste, wie Andreas sie gern nannte, war auf stumm geschaltet. Von Andreas war nichts weiterzuhören.
Mit einem mal aber spürte ich wie Andreas sich etwas zur Seite lehnte, sodass ich die Augen öffnete und zu ihm hoch schielte. Andreas hatte aus einem Kästchen vom Tischchen neben dem Sofa ein Bild heraus geholt. Von hier unten konnte ich nicht viel erkennen, doch ich merkte wie es mein Menschlein traurig machte. Als hätte ich es geahnt fing Andreas plötzlich auch zu schluchzen.
Sofort erhob ich mich aus der liegenden Position, stupste Andreas mit der Schnauze an und dieser schlang direkt die Arme um mich, vergrub sein Gesicht in meinem Fell. Viele Weinkrämpfe schüttelten dessen Leib und ich konnte nur winseln und über dessen nacktes Fell lecken. Mehr war einfach nicht in meiner Macht um ihm zu helfen. Es machte mich ebenfalls traurig.
„Wieso hat er mich nur verlassen“, schluchzte Andreas leise in mein Fell rein. Ich verstand nicht ganz. Wer hatte meinen Andreas verlassen? Wie konnte man ihn verlassen? Andreas war doch ein so lieber Mensch. „Wolfi“, wisperte Andreas leise und löste sich nach einer halben Ewigkeit von mir, wischte sich selber die Tränen von den Wangen und streichelte mir über den Kopf. „Lass uns schlafen gehen“, nuschelte Andreas und zusammen verschwanden wir ins Schlafzimmer.
Ich legte mich sofort zu ihm ins Bett, spürte wie er sich näher an mich kuschelte. Gerne spendete ich ihm etwas Trost, so weit es mir nun mal möglich war.

Am nächsten Tag waren wir viel draußen. Andreas war von der letzten Nacht noch ziemlich angeschlagen und traurig. Wir waren gerade im Park am Springbrunnen, als Andreas mit einem mal das Gleichgewicht verlor. Mit einem erschrockenen Schrei ging er zu Boden, landete auf seinem Hinterteil.
Ich war schon etwas vor gelaufen, kam aber sofort zurück. Ich bellte zwei Mal und stupste ihn an, forderte ihn damit auf vom kalten Boden aufzustehen, doch Andreas lachte nur und wuschelte mir über den Kopf. „Schon gut, Wolfi. Hier ist es ganz schön rutschig“, lachte Andreas und ich freute mich ihn wieder so fröhlich zu sehen.
„Kann ich dir aufhelfen?“, fragte mir einem Mal eine angenehme Stimme hinter mir und sofort umwehte meine Nase ein angenehmer Zimtgeruch.
Der Zimtmann.
Sofort bellte ich aufgeregt, sah zu wie der Zimtmann meinem Andreas die Hand reichte. Erstaunt sah Andreas zum Zimtmann auf, nahm dann aber dankbar lächelnd an. „Vielen Dank“; grinste Andreas verlegen, kam aber direkt als er einen Schritt vormachte wieder aus dem Gleichgewicht. „Holla. Vorsicht“, damit hatte der Zimtmann einen Arm um ihn geschlungen, zog ihn von der rutschigen Stelle weg. „Geht's wieder?“, fragte der Zimtmann lächelnd und leicht nickte Andreas.
Scheinbar war es Andreas peinlich, zumindest sah es für mich so aus. Etwas unruhig lief ich um die beiden herum. War das jetzt gut oder schlecht? Ich war verwirrt, denn Andreas strahlte nicht wie es sein sollte, wich dem Blick vom Zimtmann sogar verlegen aus. Unruhig stupste ich Andreas an, bekam dessen Aufmerksamkeit. „Oh ja stimmt. Entschuldige wir müssen weiter“, damit trennte er sich vom Zimtmann und hastete schnell davon, drehte sich aber noch mal um. „Danke noch mal“, und damit war er weg und ich ihm sofort hinter her.
Verwirrt blieb ich neben Andreas, sah immer wieder zu ihm hoch. Ich wollte verstehen warum mein Mensch nicht glücklich strahlte, sondern so zurückhaltend wirkte. „Alles in Ordnung“, lächelte Andreas der meine Unruhe wohl auch bemerkt hatte.
Ich war mir da nicht ganz so sicher, denn auch am restlichen Tag war Andreas so komisch. Was war da nur los?

Es war echt zum Fell raufen, aber das ließ ich lieber sein. Kahle Stellen sahen für einen von Lichtenstein nicht unbedingt schick aus und Andreas mochte mein Fell schließlich so wie es war.
Das war wirklich deprimierend, dass ich keinen passenden Menschen gefunden bei dem Andreas glücklich strahlte und gerade jetzt machte sich Andreas für die Weihnachtsparty fertig. Ich lag auf dem Bett und beobachtete Andreas dabei.
„Was meinst du, Wolfi? Lieber das enge schwarze Oberteil? Oder das lockere weiße?“, fragte er mich mal wieder nach meiner Meinung. Ja das war üblich, dass er mich fragte und ich immer gute Tipps gab, so schlug ich mit meiner Tatze nach dem engen schwarzen Oberteil. Das stand Andreas bisher immer gut. „Meinst du? Ich gehe diesmal in keine Disco. Ist das nicht etwas zu gewagt?“, fragte Andreas etwas zweifelnd, doch ich schlug erneut nach dem schwarzen Oberteil. Nein, nein. Das passte auf jeden Fall.
Ich war mir ganz, ganz sicher. „Okay. Wenn du das sagst“, lachte Andreas sein schönes Lachen und zog sich wie immer vor meinen Augen um. Wie ich sehen konnte, hatte er immer noch keinen Fellwachstum auf der Haut. Ich fragte mich ab wann das bei den Menschen so begann. Oder war das vielleicht von einem zum anderen unterschiedlich? Menschen konnten echt verwirrend sein.
Eine gute Stunde später standen wir vor Sams Tür und dieser ließ uns rein. „Hey Andreas. Wir dachten schon du willst dich drücken“, grinste Sam seinen Kumpel an, sodass ich einfach an Beiden vorbei huschte. Es waren schon einige Leute da, die miteinander redeten oder etwas tranken. Ich hoffte bloß, dass Sam mich nicht vergessen hatte und in der Küche ein Wassernapf für mich stand.
Ich hatte Glück. Sam schien diesmal an mich gedacht zu haben, sodass ich erst einmal meinen Durst löschte. Schon beim dritten Schluck drang mir plötzlich ein bekannter Geruch in die Nase. Ich ließ von meinem Wassernapf ab und folgte meiner Nase ins Wohnzimmer und raus auf den Balkon. Tatsächlich. Da stand der Mensch mit dem blonden Fell und unterhielt sich gerade mit einem Weibchen.
Sofort war ich bei den beiden und bellte sie an. Das Weibchen wich direkt vor mir zurück, ich konnte Angst riechen. Wie konnte man vor einem von Lichtenstein bitte Angst haben? Also wirklich, das verstand ich nicht. „Hallo. Du bist doch der brave Junge vom Supermarkt und aus dem Park“, lächelte mich der Zimtmann an und hockte sich zu mir runter. Sofort vergrub ich meine Schnauze an dessen Bauch. Eine Aufforderung welcher der Blonde lachend nachkam. „Du bist ja richtig verschmust. Bist du ganz alleine hier?“, fragte Zimtmann amüsiert.
Natürlich nicht. Was dachte sich der Blonde. Aber ich sah ihm diesen fehlerhaften Gedanken nach. Denn schließlich hatte ich mein Weihnachtsgeschenk für Andreas wieder gefunden. Ich schnappte mir also einen Teil von dessen Stoff, scheinbar hatte auch dieser Mensch noch kein Fell und zog ihn mit mir mit.
„Na, na. Nicht so hastig. Willst du mir etwas zeigen?“, fragte Zimtmann lachend, doch ich hielt nur Ausschau nach Andreas, sah ihn auf einem der Sofa. Also zog ich Zimtmann mit dorthin, ließ ihn dort los und sprang neben Andreas aufs Sofa, war stolz wie Oscar. Zumindest sagen das Menschen das mit Oscar häufig. Ich weiß ja nicht warum die dann immer über die Katze aus der Wohnung nebenan reden.
Aber gut. Menschen halt. „Wolfi, was hast du denn da gemacht?! Oh je, das tut mir Leid. Entschuldigen sie“, kam es erschrocken von Andreas was mich verwirrte. Wieso entschuldigte er sich denn jetzt und dann sah ich es. Ich hatte Zimtmann ein Loch in den Stoff gebissen, wohl beim hinterher zerren. Winselnd legte ich mich lang und legte mir die Tatzen auf die Augen. Eine Geste der Entschuldigung.
„Schon gut. Er bereut es ja. Ich bin Anton und wer bist du?“, fragte Zimtmann, nun Anton, amüsiert und reichte Andreas die Hand. „Andreas. Trotzdem. Entschuldigung. Ich weiß wirklich nicht wieso Wolfi das gemacht hat“, seufzte Andreas und sah mich noch mal tadelnd an.
„Wie gesagt kein Problem. Darf ich mich zu dir setzen?“, und somit unterhielten sich die beiden die ganze Zeit bis zum Abend. Ich fand es toll. Die Beiden schienen sich wirklich gut zu verstehen. Zumindest so lange bis die Weibchen vom Balkon dazu kam. „Anton Karmer? Ich will gehen. Bringst du mich nach Hause?“, fragte sie etwas langgezogen, klang ziemlich ungeduldig. Mein Blick wanderte von dem Weibchen zu Anton und Andreas hoch. Bei Andreas aber blieb ich hängen. Dieser hatte einen verbissenen, ja fast erschrockenen Gesichtsausdruck.
„Entschuldigt mich. Ich muss leider auch schon gehen“, und damit sprang Andreas auch schon auf. Erschrocken jaulte ich auf und hetzte diesem hinterher. Was war denn jetzt los? Wieso war Andreas nur so aufgebracht? Doch scheinbar hatte dieser mich vergessen. Er schlug mir beim raus rennen einfach die Tür vor der Nase zu, wo ich winselnd dran kratzte.
Ich war ein schlechter Freund. Ich hatte ihn einfach so raus laufen lassen. Was wenn ihm jetzt etwas passierte? Was wenn er draußen ausrutschte und weh tat? Wenn er sich verlief? Mein Winseln wurde lauter bis ich von hinten angeleint wurde. Verwirrt sah ich auf. „Komm lass uns deinem Herrchen hinter her, ich hoffe du findest ihn oder wenigstens deinen Heimweg“, lächelte Anton und öffnete die Tür.
Sofort war ich raus, zerrte Anton hinter her. Draußen vor der Tür blieb ich stehen und versuchte Andreas zu riechen. Es war schwach, doch ich schlug den Weg einfach ein. Anton folgte mir ohne sich zu beschweren. Mir fiel auch auf, dass es der Heimweg war denn ich gerade lief.
Also war Andreas nach Hause gelaufen. Es dauerte etwas bis ich mit Anton vor der Tür angekommen war. „Hier wohnt dein Herrchen?“, fragte Anton etwas außer Puste. Kondition hatte er scheinbar nicht. Aber gut das konnte ich ihm ja noch beibringen. „Fragt sich nur welche Klingel“, murmelte Anton doch genau in dem Moment ging die Tür auf und wir standen Andreas gegenüber.
Sofort blieb dieser stehen. „Was machst du hier? Woher...“, fragte er Andreas und als ich an ihm hochsprang bemerkte er mich auch erst. Eigentlich sollte ich deswegen ja beleidigt sein, aber gut. Ich vergebe meinem Menschen. Er war aufgebracht, da kann er ja nichts für. „Wolfi hat mir den Weg gezeigt. Darf ich rein? Ich würde gern mit dir reden“, bat Anton doch Andreas schüttelte den Kopf. „Nein. Dich will ich nicht in meiner Wohnung haben“, wehrte Andreas ab was mich verwirrte. Andreas mochte ihn scheinbar nicht. Nur wieso?
Ich zerrte an der Leine und drängte meinen Menschen damit genauso wie Anton rein in den Hausflur. „Mir scheint Wolfi ist da anderer Ansicht. Andreas komm schon. Nur kurz“, bat Anton lächelnd. Mein Mensch schien hin und her gerissen, senkte den Kopf, sodass ihm das Fell ins Gesicht fiel, stimmte aber schließlich zu.
Zu Dritt gingen wir also ins Warme. Ich verzog mich sofort ins Wohnzimmer wo die beiden wenig später auch auftauchten und sich dazu setzten.
„Wieso hast du mir nicht gesagt, dass du es bist... ich... ich habe dich gar nicht erkannt“, seufzte Andreas und fing an mir durchs Fell zu streicheln. Ich genoss es sehr, lauschte aber aufmerksam. „Ich dachte eigentlich, dass du mich erkannt hast und deinen Groll gegen mich sich gelegt hat. Nun da habe ich wohl falsch gedacht. Ich möchte mich Entschuldigen für das was ich damals getan habe. Ich wollte dir nicht weh tun“, seufzte Anton und legte seine eine Hand auf Andreas Hand die auf meinem Kopf lag.
War ich irgendwie zur Ablage mutiert?
Aber gut. Was tat ich nicht alles für Andreas.
„Das hast du aber. Sehr sogar. Was willst du jetzt eigentlich noch von mir? Geh und las mich in Ruhe“, fuhr Andreas wütend und ziemlich verletzt auf, zog die Hand von meinem Kopf weg, sodass auch der Kontakt zu Anton abbrach. „Nein, ich gehe jetzt nicht. Gib mir bitte eine zweite Chance. Andreas... ich habe nie aufgehört dich zu lieben und zwischen mir und dieser Frau damals ist eigentlich nichts passiert. Verdammt ich kann doch nichts dafür, dass sie dachte ich würde mit ihr flirten und das obwohl ich nur höflich war“, fuhr Anton nun ebenfalls auf, sodass ich mich lieber aus dem Staub machte.
Nicht, dass ich auch noch mit reingezogen wurde. War das vielleicht der Mann von dem Foto? Der Mann, wegen dem mein Andreas so doll geweint hatte? Ich wechselte meinen Platz also auf den Sessel im Wohnzimmer, beobachtete die beiden weiter. „Toll, das sagst du jetzt und bei der nächsten Gelegenheit wird mir das Herz erneut bluten“, keifte Andreas. Ich hatte meinen Menschen noch nie so gesehen, jaulte leise auf. War mein Weihnachtsgeschenk doch nicht so gut gewesen.
„Nein Andreas. Das wird nicht passieren“, und mit diesen Worten zog Anton meinen Menschen in seine Arme, drückte dessen Lefzen auf die seine. Hatten sich die beiden jetzt wieder lieb? Wohl nicht, denn Andreas schlug Anton mit der flachen Hand ins Gesicht. Starr sah Anton ihn an, fuhr mit der eigenen Hand zu der getroffenen Wange hoch und seufzte „Das habe ich wohl verdient“. Doch schon im nächsten Moment küsste, ich glaube das nennt man so, küsste er Andreas erneut.
Ich erwartete schon einen weiteren Schlag, doch diesmal blieb er aus, Andreas schlang sogar die Arme um dessen Hals und lehnte sich an Anton ran. Das sah mir doch sehr nach einem Happy End aus. Oder eher nach einer erfolgreichen Hundemission zu Weihnachten.
Wie heißt es so schön unter uns Hunden?
Alles für den eigenen Menschen.